Wasserschutzpolizei bleibt in Andernach — Heil und Thelen informierten sich über neue Struktur

V.l.n.r.: Hedi Thelen MdL, Helmut Oberle, LPD, Gerd Michler, EPHK und Mechthild Heil MdB auf der Dachterrasse des Dienstgebäudes.

Die Polizei im Land Rhein­land-Pfalz wird umstruk­turi­ert. Davon ist auch die Sta­tion Ander­nach der Wasser­schutzpolizei betrof­fen. Trotz geplanter Per­son­alre­duzierung wird durch die Anpas­sung der Dien­stzeit­en eine gute Sich­er­stel­lung der Auf­gaben­wahrnehmung erwartet. Dies erfuhren die Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil und die Land­tagsab­ge­ord­nete Hedi The­len, bei­de CDU, bei ihrem Besuch der Wasser­schutzpolizei in Ander­nach.

Nach einem kurzen Rundgang durch die noch recht neue und mod­erne Dien­st­stelle im Ander­nach­er Hafen informierten LPD (Lei­t­en­der Polizei­di­rek­tor) Hel­mut Ober­le und Dien­st­stel­len­leit­er von Ander­nach EPHK (Erster Polizei­haup­tkom­mis­sar) Gerd Mich­ler über die  Eingliederung der Wasser­schutzpolizei im Land in das neu geplante 6. Polizeiprä­sid­i­um, das für die Auf­gaben Ein­satz, Logis­tik und Tech­nik in Mainz errichtet wird. Die Wasser­schutzpolizei wird hier eine von ins­ge­samt sechs Abteilun­gen. Wichtig für die bei­den Abge­ord­neten ist zunächst der Fortbe­stand der Ander­nach­er Sta­tion. An der Mosel wer­den die kleineren Sta­tio­nen Cochem und Bernkas­tel in Zukun­ft nur noch als Außen­stellen von Koblenz bzw. Tri­er fort­ge­führt. Ähn­lich­es ist für Ander­nach zurzeit nicht geplant.

Allerd­ings bleibt die neue Struk­tur nicht ohne Fol­gen für die Per­son­albe­set­zung in Ander­nach. Statt der bish­eri­gen 12 Beamten für den Außen­di­enst sollen ab dem Som­mer nur noch 10 Beamte hier­für einge­set­zt wer­den. Jedoch wer­den die Beamten dann statt der bish­eri­gen zwei ver­set­zten Tagschicht­en nur noch eine 10 stündi­ge Tagschicht an sieben Tagen in der Woche leis­ten. Hier­durch könne sichergestellt wer­den, dass das Polizei­boot immer mit drei beson­ders qual­i­fizierten Beamten beset­zt ist. Hinzu kom­men der Innen­di­en­stleit­er und der Dien­st­stel­len­leit­er. Allerd­ings ste­hen einige Beamte nicht mit ihrer vollen Dien­stzeit zur Ver­fü­gung, beispiel­sweise auf­grund der erforder­lichen Freis­tel­lung für die Per­son­al­rat­sar­beit bzw. vor dem Hin­ter­grund von Vere­in­barkeit und Fam­i­lie.

Von bei­den Vorge­set­zten wurde die hohe Moti­va­tion der Ander­nach­er Kol­le­gen und ihre Ein­satzbere­itschaft gelobt. Im Ver­gle­ich zum Lan­dess­chnitt kön­nen sie seit Jahren eine hohe Aufk­lärungsquote in der Krim­i­nal­sta­tis­tik aufweisen. Auch habe man ins­ge­samt noch ein sehr gutes Durch­schnittsalter. Die Arbeit sei inter­es­sant und abwech­slungsre­ich, weshalb man hoffe, auch weit­er­hin aus­re­ichen­den Nach­wuchs zu gewin­nen. Dabei wird von den neuen Kol­le­gen nach dem Abschluss der ganz nor­malen Polizeiaus­bil­dung noch eine zwei­jährige Zusatzqual­i­fika­tion ver­langt. Nicht nur das soge­nan­nte Behör­den­patent für die Führung der Dien­st­boote muss erwor­ben wer­den. Auch mit zahlre­ichen und vielfälti­gen Bes­tim­mungen rund um die Wasser­straßen und beson­ders den Güter­trans­port auf dem Fluss müssen sie sich ver­traut machen. Hel­mut Ober­le und Gerd Mich­ler sind sich dabei einig, dass die Bedeu­tung der Wasser­straße für den Güter­trans­port weit­er zunehmen wird. Ob die neue Struk­tur den Anforderun­gen gerecht wird, bleibt abzuwarten.

Sor­gen bere­it­et an eini­gen Stan­dorten das zum Teil erhe­bliche Alter der Dien­st­boote. Von ins­ge­samt 16 Booten der Wasser­schutzpolizei in Rhein­land-Pfalz sind nur drei unter 10 Jahre alt, zwei unter 20 Jahre alt, u.a. das Ander­nach­er mit 18 Jahren, fünf zwis­chen 20 und 30 Jahren und die restlichen sechs Boote noch älter.

Die Abge­ord­neten waren sich einig, dass eine gute Aus­rüs­tung wichtig für eine erfol­gre­iche Polizeiar­beit ist. Hier sei die Lan­desregierung gefordert, für eine kon­tinuier­liche Nachbeschaf­fung mit der erforder­lichen mod­er­nen Tech­nik zu sor­gen.