Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen fordert mehr Ausbildung und mehr Verbraucherschutz — Mechthild Heil MdB (CDU): Meisterpflicht für einzelne Berufe des Bauhandwerks wieder einführen

Die Abschaf­fung der Meis­terpflicht für 53 Berufe im Jahr 2004 hat sich ins­beson­dere bei eini­gen Bauhandw­erken als Fehler erwiesen. Ich unter­stütze daher die Ini­tia­tive der bay­erischen Lan­desregierung im Bun­desrat, die Wiedere­in­führung der Meis­terpflicht für einzelne Berufe zu prüfen“, betont die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil, die auch Vor­sitzende des Bun­destagsauss­chuss­es für Bau, Wohnen, Stad­ten­twick­lung und Kom­munen ist. Die Abschaf­fung des Meis­terzwangs habe zum Beispiel im Fliesen­legerhandw­erk dafür gesorgt, dass zwar die Anzahl der Betriebe sich vervielfacht habe, gle­ichzeit­ig sei aber die Zahl der Meis­ter­prü­fun­gen und die Zahl der Lehrlinge in diesem Bere­ich erhe­blich zurück­ge­gan­gen.

Mechthild Heil dazu: „Auf dem Bau fehlen uns bere­its jet­zt viele Fachkräfte, was sich durch die Wohn­bauof­fen­sive noch ver­stärken kön­nte. Wir brauchen deshalb Betriebe, die aus­bilden wollen und es auch dür­fen. Das ist in Gefahr, wenn in eini­gen Branchen der Anteil der Betriebe mit Meis­ter­brief immer weit­er zurück­ge­ht.“ Die Auss­chussvor­sitzende wies darüber hin­aus darauf hin, dass mit dem Meis­ter­brief auch die Qual­ität von Handw­erk­sleis­tun­gen gesichert werde: „Eine gründliche Aus­bil­dung unser­er Handw­erk­er ist aktiv­er Ver­brauch­er­schutz. Bei kleineren Bau­maß­nah­men im pri­vat­en Bere­ich fällt es den Kun­den oft­mals schw­er, einen Bauhandw­erks­be­trieb einzuschätzen, wenn es keinen Meis­ter­brief gibt.“

Die Ini­tia­tive zur Wiedere­in­führung von Meis­ter­briefen wird zurzeit im Wirtschafts­ausschuss des Bun­desrats berat­en. „Wir wer­den auch im Bun­destag darüber sprechen. Für Handw­erks­berufe, in denen es zu Prob­le­men gekom­men ist, müssen wir prüfen, wie eine EU-kon­forme Wiedere­in­führung der Meis­terpflicht möglich ist,“ so die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete abschließend.