Mechthild Heil MdB (CDU) lud zum Experten-Hearing — Digitalisierung & Konvergenz: Zukunftsmotor für Wirtschaft und Städte: Glasfaser & 5 G Ausbau, zwingende Voraussetzungen für Smart City — Andernach fehlt eine Digitalisierungs- & SMART City Strategie

Expertenrunde Digitales in Andernach mit Renatuz Zilles (l.), Vorsitzender des Deutschen Verbands für Telekommunikation und Medien.

Die CDU-Bun­destagsab­ge­ord­nete Mechthild Heil hat­te hochkarätige Fach­leute unter dem Mot­to: Poli­tik meets Indus­trie aus ganz Deutsch­land zu einem Experten Hear­ing zum The­ma „Dig­i­tal­isierung und Kon­ver­genz“ ein­ge­laden. Rena­tus Zilles, eben­falls Ander­nach­er und seines Zeichens Vor­sitzen­der des Deutschen Ver­bands für Telekom­mu­nika­tion und Medi­en (DVTM) hat­te für eine hochkarätige Beset­zung der Experten­runde Sorge getra­gen. Thi­lo Höllen, Leit­er Busi­ness Deutsch­land der Telekom Deutsch­land GmbH, Jan Simons, Ref­er­ent Lan­des & Kom­mu­nalpoli­tik des Bun­desver­band Breit­bandkommunikation e.V (BREKO), Dr. Rem­co van der Velden, Bürg­er­meis­ter der Stadt Geseke und Vor­sitzen­der des BREKO Beirates und Stephan Klaus, Bere­ich­sleit­er Coop­er­a­tion Con­tracts der Deutschen Glas­fas­er AG disku­tierten unter der kom­pe­ten­ten  Mod­er­a­tion von Her­rn Dr. Fred­er­ic Ufer, Leit­er Recht & Reg­ulierung des VATM über Her­aus­forderun­gen und entsprechende  Lösungsan­sätze.

Mechthild Heil stellte anfangs dar, dass gemäß dem Koali­a­tionsver­trag bis 2025 der flächen­deck­ende Aus­bau mit Giga­bit-Net­zen erre­icht wer­den soll. Ziel ist eine soge­nan­nte Giga­bit-Gesellschaft, die als fort­geschrit­tene Informations­gesellschaft voll­ständig von Infor­ma­tions- und Kom­mu­nika­tion­stech­nik durch­drun­gen ist. Die Net­z­in­fra­struk­turen der Giga­bit-Gesellschaft müssen den Trans­port der mas­siv anwach­senden Daten­men­gen ermöglichen. Dabei werde durch den Bund erst­mals auch klar Glas­fas­er, an Stelle wie bish­er Kupfer­k­a­bel als tech­nol­o­gis­che Grund­lage der zukün­fti­gen Net­z­in­fra­struk­tur benan­nt. „Allein in der laufend­en Legislatur­periode sollen dafür 10 bis 12 Mil­liar­den Euro in die Hand genom­men wer­den,“ so Heil.

Rena­tus Zilles stellte in sein­er Key Note her­aus, dass die Kon­ver­genz – es wächst zusam­men, was zusam­men gehört — der dig­i­tale Zukun­ftsmo­tor ist. Die Kon­ver­genz hat schon unseren All­t­ag im Bere­ich der Telekommunikation& Medi­en pos­i­tiv verän­dert. Der näch­ste Schritt wird im Bere­ich von Telekom­mu­nika­tion & Energie erfol­gen. Smart Home ist bald keine Vision mehr, son­dern wird die Leben­squal­ität steigern und für Jung & Alt einen großen Nutzen brin­gen. Die Kon­ver­genz wird im Zuge der Dig­i­tal­isierung Men­schen, Maschi­nen, Dinge naht­los miteinan­der ver­net­zen. Bürg­er und Unternehmen wer­den in ihrem All­t­ag vielfältige, aus heutiger Sicht zum Teil noch futur­is­tisch anmu­tende Anwen­dun­gen nutzen. Voraus­set­zung für den Schritt in die Giga­bit-Gesellschaft und Rück­grat der Dig­i­tal­isierung ist eine leis­tungs­fähige Net­z­in­fra­struk­tur auf Basis von Glas­fas­er und 5G.

In der Diskus­sion stellte sich schnell her­aus, dass für die Besuch­er der Ver­anstal­tung – vor allem Kom­mu­nalpoli­tik­er und Vertreter von Unternehmen – der zügige und zuver­läs­sige Aus­bau der Net­z­in­fra­struk­tur von größter Bedeu­tung ist. Wie in anderen Teilen Deutsch­lands schon angedacht, kann es auch lukra­tiv sein, wenn sich Net­zan­bi­eter, Kreise und Kom­munen zu inno­v­a­tiv­en Koop­er­a­tio­nen zusam­men­find­en, um die Ver­sorgung zu verbessern.

In ein­er span­nen­den und offe­nen Diskus­sion wur­den die unter­schiedlichen Sichtweisen von der TK Indus­trie, der Poli­tik und der Unternehmen disku­tiert und nach Lösungsan­sätzen für eine kurzfristige und effiziente Dig­i­tal­isierung disku­tiert. Es wurde ein gegen­seit­iges Ver­ständ­nis zur Bewäl­ti­gung der dig­i­tal­en Her­aus­forderung erar­beit­et und gle­ichzeit­ig erste Herange­hensweisen im anschließen­den Net­work­ing vere­in­bart.  Alle Beteiligten werteten diese Ver­anstal­tung als vollen Erfolg. Mechthild Heil fasste die Ver­anstal­tung wie fol­gt zusam­men: „Meine Erwartun­gen an dieses neue For­mat „Poli­tik meets Indus­trie“ wurde übertrof­fen, Experten und Poli­tik­er macht­en gemein­same Fortschritte bei der Lösung der dig­i­tal­en Her­aus­forderun­gen und trafen erste konkrete Vere­in­barun­gen.

Es sind die ersten Schritte in die richtige Rich­tung gemacht wor­den, so Rena­tus Zilles, aber es fehlt Ander­nach drin­gend eine „Dig­i­tale Strate­gie“ bzw. eine „Smart City Strate­gie“, Vor­rauset­zung auch für die aktuellen Förder­pro­gramme in Mil­lio­nen­höhe von Bund und Land. Das The­ma Infra­struk­tur ist hier­bei ein wichtiger, aber nicht der alleinige Baustein für einen wirtschaftlichen Erfolg von Ander­nach und Umge­bung, ins­beson­dere die Attrak­tiv­ität der Städte und die Leben­squal­ität von Jung und Alt zu verbessern.

Mein Slo­gan: „Digi City Ander­nach“ kön­nte eine Vor­re­it­er Rolle in Rhein­land-Pfalz übernehmen, man muss jet­zt aber das Momen­tum nutzen und eine entsprechende Strate­gie entwick­eln, so Rena­tus Zilles.