31. März 2020

Mechthild Heil MdB (CDU) begrüßt umfassende Hilfe für alle Bevölkerungsgruppen: Corona-Krise gemeinsam meistern – Zusammenhalt stärken

Die augen­blick­li­che Coro­­na-Kri­­se bedeu­tet eine schwe­re Last für unser Land, eine Her­aus­for­de­rung für unser Wir­t­­schafts- und Gesund­heits­sys­tem, so die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil. Daher ist es gut, dass die Bun­des­po­li­tik par­tei­über­grei­fend gezeigt hat, dass sie schnell und ent­schlos­sen reagiert, um die Fol­gen die­ser Kri­se für alle abzu­mil­dern. Mecht­hild Heil dazu: „Beson­ders Hil­fen für Unter­neh­men, Selbst­stän­di­ge, Fami­li­en und Mie­ter wur­den beschlos­sen. Die Bewäl­ti­gung der Pan­de­mie bedeu­tet einen his­to­ri­schen Kraft­akt für die Bevöl­ke­rung und Wirt­schaft. Des­halb set­zen wir gemein­sam mit der Bun­des­re­gie­run alle Kräf­te dafür ein, um der Kri­se effi­zi­ent, prag­ma­tisch und schnellst­mög­lich ent­ge­gen­zu­tre­ten. Dafür hat die Bun­des­re­gie­rung meh­re­re mil­li­ar­den­schwe­re Maß­nah­men­pa­ke­te auf den Weg gebracht. Sie sol­len für Unter­neh­men und Selbst­stän­di­ge, Ange­hö­ri­ge frei­er Beru­fe, Fami­li­en und Mie­ter die Aus­wir­kun­gen der Coro­­na-Kri­­se abfe­dern. Die dafür not­wen­di­gen gesetz­li­chen Ände­run­gen wur­den in einem ein­zig­ar­ti­gen Kraft­akt letz­ten Mitt­woch vom Deut­schen Bun­des­tag bera­ten und beschlossen.“
Es gel­te vor allem, die Funk­tio­nen unse­res Wirt­schafts­sys­tems zu sichern. Das Finanz­vo­lu­men der Unter­stüt­zungs­maß­nah­men hier­für hat his­to­ri­sche Dimen­si­on. Allein der geplan­te „Wirt­schafts­sta­bi­li­sie­rungs­fonds“ (WSF) weist ein Volu­men von 600 Mil­li­ar­den Euro auf. Er ent­hält staat­li­che Kre­dit­ga­ran­tien von 400 Mil­li­ar­den Euro, um den Kapi­tal­zu­gang der Unter­neh­men zu sichern. Zudem sind 100 Mil­li­ar­den Euro für Reka­pi­ta­li­sie­rungs­maß­nah­men vor­ge­se­hen. Wei­te­re 100 Mil­li­ar­den Euro wer­den zur Absi­che­rung der Son­der­pro­gram­me der staat­li­chen Ban­ken­grup­pe KfW bereit­ge­stellt. Hil­fen gibt es nicht nur für gro­ße und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, son­dern auch für die vie­len klei­ne­ren Fir­men im Land. Selb­stän­di­gen, Frei­be­ruf­lern und Klein­un­ter­neh­mern soll schnell und unbü­ro­kra­tisch mit – je nach Grö­ße und Liqui­di­täts­be­darf – ein­ma­li­gen Sofort­hil­fen von bis zu 15.000 Euro gehol­fen wer­den. Die­se bun­des­ein­heit­li­che Rege­lung soll die wirt­schaft­li­che Exis­tenz sichern und aku­te Liqui­di­täts­eng­päs­se auf­grund lau­fen­der Betriebs­aus­ga­ben wie Pacht- oder Dar­le­hens­kos­ten und Lea­sing­ra­ten überbrücken.
Gute Nach­rich­ten auch für Land­wirt­schaft, Gar­ten­bau und Forst­wirt­schaft: Sie wer­den in das 50-Mil­­li­ar­­den-Pro­­­gramm des Bun­des für klei­ne Unter­neh­men mit bis zu 10 Beschäf­tig­ten ein­be­zo­gen. Neben dem Pro­gramm der land­wirt­schaft­li­chen Ren­ten­bank sichern nun auch die Sofort­hil­fen die Liqui­di­tät. Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Julia Klöck­ner hat sich erfolg­reich dafür ein­ge­setzt, dass die gesam­te Bran­che unter den Schirm des Hilfs­pro­gramms kommt.
Auch für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger steht Exis­tenz­si­che­rung ganz oben in der Prio­ri­tät. Kein Mie­ter soll sei­ne Woh­nung ver­lie­ren, weil er wegen der Coro­­na-Pan­­de­­mie sei­ne Mie­te nicht mehr zah­len kann. Auch wenn die Ver­pflich­tung der Mie­ter zur Zah­lung der Mie­te im Grund­satz bestehen bleibt, wer­den Coro­­na-bedin­g­­te Miet­schul­den aus dem Zeit­raum vom 1. April bis 30. Juni 2020 nicht als Kün­di­gungs­grund aner­kannt. Auch Strom, Gas, Tele­fon, Inter­net und Was­ser dür­fen dann nicht abge­stellt wer­den. Der­zeit kann ein Ver­mie­ter das Miet­ver­hält­nis kün­di­gen, wenn zwei Mona­te in Fol­ge kei­ne Mie­te gezahlt wird. Auch der Zugang zum Kin­der­zu­schlag — maxi­mal 185 Euro pro Monat — soll für die Fami­li­en stark ver­ein­facht wer­den. Das Ein­kom­men der Eltern wird nicht mehr für die ver­gan­ge­nen sechs Mona­te geprüft, es reicht der Ein­kom­mens­be­scheid des letz­ten Monats vor Antrags­stel­lung. Und: Um in der Coro­­na-Kri­­se Rent­ner aus drin­gend benö­tig­ten Beru­fen leich­ter zurück­zu­ho­len, wird die für sie gel­ten­de jähr­li­che Hin­zu­ver­dienst­gren­ze von 6.300 Euro auf 44.590 Euro ange­ho­ben – die­se Rege­lung wird bis zum Jah­res­en­de 2020 befristet.
Mecht­hild Heil wei­ter: „Das deut­sche Gesund­heits­sys­tem steht ange­sichts der sich rasant aus­brei­ten­den Coro­­na-Epi­­de­­mie vor immensen Her­aus­for­de­run­gen. Kli­ni­ken, Ärz­te und Pfle­ge­kräf­te müs­sen schnells­tens ent­las­tet wer­den – finan­zi­ell und orga­ni­sa­to­risch. Wir haben im Bun­des­tag daher einen Ret­tungs­schirm für das Gesund­heits­sys­tem ver­ab­schie­det. Mit dem Kran­ken­haus­ent­las­tungs­ge­setz span­nen wir einen wirk­sa­men Schutz­schirm über unse­re Kran­ken­häu­ser. Wir sind in der Kri­se handlungsfähig.