12. Febru­ar 2021

Mechthild Heil MdB (CDU) fordert Maximierung der Impfstoffnutzung – Rheinland-Pfalz soll dem Vorbild von Nordrhein-Westfalen folgen: Auch die siebte Dosis kann oft aus der Ampulle gezogen werden

Die CDU-Bun­­­des­­tags­­a­b­­ge­or­d­­ne­­te Mecht­hild Heil for­dert ange­sichts der momen­ta­nen Knapp­heit von Impf­stoff der Fir­ma Bio­N­Tech eine ver­bes­ser­te Aus­nut­zung der Imp­f­­stoff-Ampu­l­­len auch in Rhein­­land-Pfalz. „Neben der mitt­ler­wei­le übli­chen Aus­beu­te von sechs Dosen kann oft auch eine sieb­te gewon­nen wer­den“, so die CDU-Par­la­­men­­ta­­rie­­rin. Sie bezieht sich dabei auf eine jetzt bekannt gewor­de­nen, aktu­el­le Neu­re­ge­lung aus Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len. Dort dür­fen jetzt aus einer Ampul­le (Vial) mit dem Coro­­na-Imp­f­­stoff Comirn­a­ty von BioNTech/Pfizer sie­ben Dosen gezo­gen wer­den, wie es die „Ärz­te Zei­tung“ mitteilt.

Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sie­ben voll­stän­di­ge Ein­zel­do­sen à 0,3 Mil­li­li­ter aus einer Ampul­le stam­men. Die Mischung von Res­ten aus unter­schied­li­chen Ampul­len ist dort nicht gestat­tet. Die euro­päi­sche Zulas­sung sehe sechs Dosen pro Phio­le vor. Um die­se Ent­nah­me zu garan­tie­ren, erfolgt regel­haft aus tech­ni­schen Grün­den eine „Über­fül­lung“ des Vials. Gelin­ge es dem ver­ant­wort­li­chen Phar­ma­zeu­ten vor Ort, aus einer Ampul­le eine voll­stän­di­ge sieb­te Impf­do­sis auf­zu­zie­hen, bestün­den kei­ne Beden­ken, damit eine wei­te­re Per­son zu imp­fen. Erfor­der­lich dazu ist aber, dass das Land Rhein­­land-Pfalz auch das Imp­zu­be­hör – ins­be­son­de­re die rich­ti­gen Kanü­len ‑an die Imfpzen­ten der Land­krei­se und kreis­frei­en Städ­te lie­fert, die die­se zusätz­lich Aus­beu­te auch ermög­licht. Dies ist bis­lang nicht der Fall.

Auf die­sem Wege kann es nach Auf­fas­sung der Christ­de­mo­kra­tin gelin­gen, eine nen­nens­wer­te zusätz­li­che Anzahl von Per­so­nen in Rhein­­land-Pfalz zeit­nah zu imp­fen. Die per­so­nel­len Kapa­zi­tä­ten in den ört­li­chen Impf­zen­tren sei­en dafür jeden­falls gege­ben. „Die Lan­des­re­gie­rung in Mainz muss schnells­tens dem Bei­spiel des Nach­­­bar-Bun­­­des­lan­­des NRW fol­gen“, so Mecht­hild Heil abschließend.