21. August 2022

Mechthild Heil MdB (CDU) fordert Konsequenzen vom Landesinnenminister: Für Roger Lewentz (SPD) steht die eigene Partei vor dem Wohl der Menschen

Der Innen­mi­nis­ter von Rhein­­land-Pfalz, Roger Lew­entz, war wäh­rend der Flut im letz­ten Juli sei­nen Auf­ga­ben offen­bar nicht gewach­sen,“ so die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te für den Kreis Ahr­wei­ler, Mecht­hild Heil (CDU). „Nach­dem er am Flut­tag die Dimen­si­on der Gescheh­nis­se igno­rier­te und sich wei­ger­te, die Ein­satz­lei­tung zu über­neh­men, zeigt sich nun, dass er am Tag danach nur dar­auf bedacht war, den Besuch des SPD-Kan­z­­ler­­kan­­di­­da­­ten Olaf Scholz im Kri­sen­ge­biet vor­zu­be­rei­ten. Lew­entz ist Lan­des­vor­sit­zen­der der SPD-Rhein­­land-Pfalz und hier ging offen­bar das Wohl sei­ner Par­tei vor dem Wohl der Menschen.“

Nach Berich­ten von „Focus online“ hat­te Lew­entz am Tag nach der Flut an meh­re­ren Kri­sen­sit­zun­gen des Lan­des nicht teil­ge­nom­men, um statt­des­sen SPD-Wahl­­kampf zu machen. „Hier ist das Ver­sa­gen der Lan­des­re­gie­rung per­so­nell zu ver­or­ten“, kri­ti­siert Mecht­hild Heil den für den Kata­stro­phen­schutz zustän­di­gen Staats­mi­nis­ter. „Wenn Scholz als Vize­kanz­ler erschie­nen wäre, hät­te das Pro­to­koll der Staats­kanz­lei den Besuch vor­be­rei­tet. Dafür ist nur die Staats­kanz­lei nach der Geschäfts­ver­tei­lung zustän­dig. Selbst wenn das Innen­mi­nis­te­ri­um zustän­dig gewe­sen wäre, hät­te sich nie­mals der Minis­ter selbst um die Vor­be­rei­tun­gen küm­mern müs­sen, das machen doch Mit­ar­bei­ten­de. Dass Scholz im Wahl­kampf jedoch als SPD-Kan­­di­­dat anreis­te, erkennt man dar­an, dass sich Lew­entz als SPD-Vor­­­si­t­­zen­­der des Lan­des um die Besuchs­vor­be­rei­tung kümmerte.“

Mecht­hild Heil ver­langt end­lich Kon­se­quen­zen aus die­sem Fehl­ver­hal­ten. „Alles deu­tet also auf einen rei­nen Par­tei­ter­min für Lew­entz hin. Ange­ord­net von der Regie­rungs­chefin, was wie­der ein­mal zeigt, wie in Rhein­­land-Pfalz Regie­rung und Par­tei mit­ein­an­der ver­wo­ben sind. Es wird end­lich Zeit für Konsequenzen!“